TIPPS FÜR EIN SCHNELLES UND EINFACHES BÜGELN
Ein Berg Bügelwäsche hat wohl noch niemanden erfreut. Die gute Nachricht: Es gibt Tipps und Kniffe, mit denen die unangenehme Bügelarbeit schnell und einfach erledigt ist. Die Bügelvorbereitung fängt schon bei der Wäsche an. Baumwolle, Baumwollgemische, Leinen und Seide sowie Polyester und Nylon sind Stoffe, die leicht knittern. Um Falten zu vermeiden, lädt man die Waschmaschine nicht zu voll, schleudert nicht zu stark und nimmt die Wäsche nach dem Waschen sofort aus der Maschine.
Grundregeln beim Bügeln
Vor dem Bügeln sortiert man die Wäsche vor. Seide sowie Polyester und Nylon dürfen nur mit leichter Hitze gebügelt werden. Baumwollgemische und Wolle bügelt man bei mittlerer Hitze. Baumwolle und Leinen auf höchster Stufe. In dieser Reihenfolge wird auch gebügelt. Begonnen wird erst, wenn das Bügeleisen die eingestellte Temperatur erreicht hat. Schwarze oder beschichtete Stoffe sowie Polyester bügelt man nur von links, da ansonsten schnell unschöne Glanzstellen entstehen. Grundsätzlich gilt: Immer mit Details, wie Kragen, Manschetten, Taschenfutter oder Taillenbund beginnen.
Knitter oder Falten lassen sich mit Feuchtigkeit ausbügeln. Dazu die Wäsche mit einer Sprühflasche oder der Bügeleisen-Sprühfunktion befeuchten. Arbeitet man mit Sprühstärke, lässt man diese einige Sekunden einwirken bevor man darüber bügelt. Ansonsten kann es passieren, dass die Rückstände mit dem Bügeleisen verkleben.
Hemden und Blusen bügeln
Hemden und
Blusen hängt man gleich nach der Wäsche auf einen Bügel und schließt den obersten Knopf. Beim Bügeln sollten sie nicht zu trocken, am besten noch feucht sein. Begonnen wird mit dem Kragen. Diesen legt man flach auf das Bügelbrett, zieht die Naht gerade und bügelt die Oberseite. Es folgen die Manschetten: Zunächst wird hier die Außen-, dann die Innenseite gebügelt. Mit der Spitze des Bügeleisens bügelt man vorsichtig den Stoff im Bereich des Ärmelschlitzes. Im nächsten Schritt legt man den Ärmel mit der Vorderseite nach oben flach auf das Bügelbrett und zieht die Unterarmnaht glatt. Von der Naht aus bügelt man nach oben hin, von der Armkugelnaht zur Manschette hin. Anschließend wird der Ärmel umgedreht und die Rückseite auf die gleiche Weise geglättet. Will man die Falte am Oberarm vermeiden, kann man entweder ein Ärmelbrett verwenden oder beim Bügel darauf achten, dass man nicht über den Stoffbruch bügelt. Anschließend zieht man die Schulterpartie über die schmale Seite des Bügelbrettes. Um Falten zu vermeiden, empfiehlt es sich, hier nur die Spitze des Bügeleisens einzusetzen.
Es folgt die Vorderseite: Die Knopfleiste wird mit den Knöpfen nach unten auf das Bügelbrett gelegt und zunächst die Rückseite gebügelt. Dann wendet man und bügelt mit der Bügeleisenspitze vorsichtig den Bereich zwischen den Knöpfen. Das Vorderteil wird nun gerade gezogen und vom Kragen bis zum Saum geglättet. Anschließend zieht man die Seitennaht an der Bügelbrettkante straff und bügelt die Seite. Genauso ist beim Rückenteil zu verfahren. Das Hemd wird nun Stück für Stück weitergedreht und gebügelt. Damit der Stoff glatt liegt, empfiehlt es sich, immer mal wieder am Saum zu ziehen.
Bei Blusen mit Brustabnäher ist es unmöglich, das Vorderteil flach hinzulegen. Deshalb das Vorderteil so zurechtlegen, dass man von der Bügelbrettkante aus mit der Spitze des Bügeleisens das Vorderteil Stück für Stück glätten kann.
Bügeleisen Pflege
Grundsätzlich sollte ein Dampfbügeleisen nur mit destilliertem Wasser gefüllt werden. Zu hartes Leitungswasser lässt das Bügeleisen verkalken. Wenn man die stumpf gewordene Bügeleisenfläche mit einem in Essig getränkten Tuch abreibt, gleitet es wieder besser. Zum Reinigen eignet sich – neben Bügeleisenreiniger – auch Backofen-Spray.