Dresscodes: Casual Friday, Theater & Musical

Dresscodes und ihre Bedeutung

Über den passenden Dresscode Bescheid zu wissen, kann private wie berufliche Vorteile verschaffen. Obwohl in vielen Büros nur noch bedingt Krawattenzwang herrscht und wir im Café auch in Minirock und Tanktop bedient werden, stößt man mancherorts mit dem falschen Look auf verschlossene Türen.Vorstellungsgespräche, wichtige Präsentation, ein Bankett oder der simple Berufsalltag können ein gewisses Äußeres verlangen. Dresscode ist das Zauberwort. Wer ihn kennt, hat gute Karten.

Ein Dresscode für alle

Sinngemäß übersetzt bedeutet Dresscode nicht mehr als „verschlüsselte Information in der Kleidung.“ Punk-Mode oder Trachtenkleidung sind Dresscodes, die offenlegen, welche Musik man hört, wo die eigenen Wurzeln oder Interessen liegen. Wird ein Dresscode jedoch als Kleiderordnung genannt, bekommt er den Beigeschmack einerEinschränkung. Und wer lässt sich gerne als modisches Individuum einschränken?

Dresscode: Dogma oder Stilbekenntnis?

Seit der Revolution gegen alle Konventionen in den 60er Jahrenist der Dresscode in Europa zu einer gespenstigen Legende geworden. Man erzählt sich von ihm, sieht ihn nur noch selten im Alltag und hat zuweilen sogar Angst vor der Auseinandersetzung mit ihm. Doch dies ist nicht nötig. Regeln zur Kleiderordnung umgeben uns überall im Alltag: Die Uniform des Polizisten, der Kittel des Arztes oder unser Abend-Outfit, wenn wir in einen Club gehen. Für gesellschaftliche Anlässe verhält es sich nicht anders. Zu einem gehobenen Bankett trägt man aus Tradition einen Smoking, im Büro einen Anzug oder ein Kostüm und zu einem formellen Business Termin ein dunkles Ensemble. Eine einfach Regel hilft: Je formeller der Anlass, desto dunkler die Kleidung – dabei fällt es schwerer, over- als underdressed zu sein.

Was bedeutet Casual Friday? Der legere Dress Code.

Der Casual Friday läutet modisch bereits seit mehr als sechzig Jahren das Wochenende ein. Die amerikanische Tradition des Down-Dressings entstand in den späten 40er bis frühen 50er Jahren, als sich Großraumbüros etablierten und die Arbeitsmoral der Belegschaft gestärkt werden sollte.Es dauerte jedoch seine Zeit bis die Idee des Casual Fridays über den großen Teich schwappte. Während der Freitag in den USA ab den 70er Jahren selbst in Banken zelebriert wurde, brauchte es in Europa die ungezwungene New Economy der späten 90er Jahre, um sich in Büroetagen vom Anzug zu distanzieren.

Der Stil des Casual Friday

Der Casual Friday erlaubt es, vom Outfit aus weißem Hemd, Krawatte und schwarzem Anzug abzuweichen. Klassischerweise bestimmen Freizeitsakkos, Cardigans, Poloshirts, Rollkragenpullover und Chinos den legeren Look. Auch cleane Jeans und T-Shirts sind erlaubt.


Mittlerweile sind aus der freitäglichen Ausnahme Dress Codes entstanden, die sich in der westlichen Welt als Bürostandards etabliert haben. Der Business Casual Stil bezeichnet eine weniger formelle Richtung – ohne Krawatte und Sakko, dafür mit legerem Anzug und Poloshirt. Der Smart Casual Look ist etwas modischer – und durch Einstecktuch, optionale Krawatte und farbliche Freiheit gekennzeichnet. Die Casual Dress Codes finden sich in den unterschiedlichsten Büros wieder –davon ausgenommen sind klassische Berufsfelder wie Politik, Finanzwesen oder Bereiche mit Kundenkontakt.

DRESSCODE FÜR DEN BESUCH IM MUSICAL & THEATER

Das Theater ist ein Ort der Kunst und der Kultur, der Klassik und der Moderne. Der Besuch des Theaters ist immer etwas Besonderes. Entsprechend ist dabei auch ein besonderes Augenmerk auf eine anspruchsvolle Garderobe zu legen. In Sachen Dresscode darf nichts dem Zufall Überlassen werden. NatÜrlich ist die Wahl der Kleidung dabei von der Art des Theaters, wie auch des StÜckes abhängig. Wer diesbezÜglich unsicher ist, hält sich an die Devise: Besser zu elegant als zu lässig. Oder an die folgenden Styling-Tipps:

Die Tragödie

Schon im antiken Griechenland wurde diese Form des Dramas aufgeführt. Bestimmend in der Tragödie sind ein schicksalhafter Konflikt der Hauptfigur und das unausweichliche Scheitern des Helden.Bei dieser doch eher schweren, schauspielerischen Kost setzen Sie auf eine elegante Garderobe. Männer tragen den dunklen Anzug zu weißem Hemd und Krawatte. Damen greifen zu einem schlichten Etuikleid, wahlweise auch einem langen Abendkleid, kombinieren dazu Blazer oder Bolero sowie eine edle Clutch.

Die Komödie

Ebenfalls aus der Gattung des Dramas stammend, belustigt die Komödie den Zuseher mit einer heiteren Handlung und einem Happy End. Jedoch soll sie auch zum Nachdenken anregen. Der Dresscode ist zwar noch elegant, darf aber ruhig ungezwungen wirken. Vorteilhaft fÜr Ihn ist eine Kombination aus Sakko, passendem Hemd und Wollhose. Aufgelockert wird das Outfit durch ein kontrastierendes Einstecktuch. Sie trägt Faltenrock und Schluppenbluse, dazu einen passenden Blazer – sämtliches dezent gemustert oder in den aktuellen Trendfarben wie Orange oder Bordeauxrot.

Das Musical

Eine Mischung unterschiedlicher Stilrichtungen wie Drama, Operette und Varietee, dazu Einflüsse aus Pop, Tanzmusik und Jazz – das ist das Musical. Da es hierbei in der Regel oft bunt, schrill und extravagant zugeht, können Sie ihrem Dresscode ruhig einen Casual Touch gönnen. Trotzdem sollte das Theater-Outfit nicht zu leger wirken. Chinos, Cordhosen, Röcke, Rollkragenshirts und Cardigans passen allesamt in die Sitzreihen des Theaters und lassen Sie und Ihn im richtigen Licht erscheinen.