Tipps Krawatte Binden

Wie bindet man eine Krawatte?

„Eine gut gebundene Krawatte ist der erste wichtige Schritt im Leben“, meinte schon Schriftsteller Oscar Wilde zu des Herren meist geliebten – oder meist gehassten – Accessoire. Meist gehasst deshalb, weil es bei der Krawatte natürlich zuallererst auf eine gute Bindung ankommt, auf den perfekten Krawattenknoten. Wie man diesen bindet und welcher Krawattenknoten zu welchem Hemdkragen passt, wird hier erklärt.

Four-in-Hand

Name des Krawattenknotens: Four-in-Hand-Knoten oder Einfacher Knoten Charakteristika des Krawattenknotens: Der einfache Four-in-Hand („Vier in der Hand“) kann ohne großen Aufwand gebunden werden und ist wegen seiner leichten Asymmetrie sehr beliebt. Wo sein Ursprung liegt, ist umstritten. Einerseits heißt es, dass er seinen Namen vom Londoner Four-in-Hands-Club hat – andererseits soll die Art und Weise, wie Londoner Kutscher ihre Zügel zusammenhielten, zu dem Namen geführt haben. Fakt ist: Der Four-in-Hand ist einer der meistbenutzten und einfachen Knoten und lässt sich mit nahezu allen Krawatten binden. Art des Kragens : Da der Four-in-Hand-Knoten konisch zuläuft ist er besonders gut für schmale Kragenformen wie den Kent-Kragen geeignet. Mit einer dickeren Krawatte wäre auch die Benutzung bei einem New-Kent-Kragen möglich.

Einfacher Windsor

Name des Krawattenknotens: Halber Windsor-Knoten oder Einfacher Windsor-Knoten (vereinzelt auch Türkischer Knoten oder Halber Englischer Knoten) Charakteristika des Krawattenknotens: Den Halben Windsor-Knoten bindet man idealerweise mit schmalen, feinen Krawatten. Er wirkt weniger bullig als sein großer Bruder der Doppelte Windsor-Knoten und ergibt eine breitere dreieckige Form. Art des Kragens: Der Halbe Windsor-Knoten eignet sich für breitgespreizte Kragenformen wie den Haifischkragen oder den New-Kent-Kragen.

Doppelter Windsor

Name des Krawattenknoten: Windsor-Knoten oder Doppelter Windsor-Knoten (vereinzelt auch Englischer Knoten) Charakteristika des Krawattenknoten: Der Windsor-Knoten ist der klassische, symmetrische Krawattenknoten, der im Vergleich zum Four-in-Hand vor allem durch seine Breite besticht. Seinen Namen verdankt er dem Duke of Windsor, der die komplexe Technik zwar nicht erfunden hat, aber als Träger dicker Krawattenknoten bekannt war. Ursprünglich stammt diese Variante aus den Vereinigten Staaten. Der Windsor-Knoten lässt sich ideal mit feinen Krawatten binden. Art des Kragens: Der Windsor-Knoten ist seiner Breite wegen besonders für breite Kragenformen wie den Haifischkragen oder New-Kent-Kragen geeignet.

Doppelter Knoten

Name des Krawattenknoten: Doppelter Knoten Charakteristika des Krawattenknoten: Der Doppelte Knoten ist dem Four-in-Hand sehr ähnlich. Der Ablauf des Bindens wird lediglich um einen weiteren Überschlag ergänzt. Dadurch bekommt der Doppelte Knoten mehr Volumen und man kann ihn dennoch aus nahezu allen Krawatten binden - egal ob breit, schmal, dick oder fein. Art des Kragens: Der Doppelte Knoten eignet sich für alle mäßig gespreizten Kragenformen und Kent-Varianten.

Das perfekte Ergebnis

Beim perfekten Ergebnis reicht das breite Ende der Krawatte bis zum Hosenbund und das schmale Ende der Krawatte verschwindet gänzlich hinter ihm. Der Krawattenknoten ist im Idealfall so dimensioniert, dass die Spitzen des Kragen nicht von der Hemdbrust abheben und er exakt im Dreieck zwischen den beiden Kragenschenkeln sitzt und dort auch bleibt, ganz gleich ob der oberste Hemdknopf geschlossen ist oder nicht.