Typischerweise verfügt ein Schal über Fransen, wenn auch nicht allgemein bekannt ist, dass dieses Detail nicht nur ein rein dekoratives ist. Fransen bilden bei Strickschals den sicheren Abschluss, der die Maschen davor bewahrt, sich aufzulösen. Außerdem waren Fransen früher, als hochwertige Wolle sparsam verwendet wurde, eine einfache und günstige Möglichkeit, Schals zu verlängern, wenn dafür Wollreste eingearbeitet und verwendet wurden. Aber eine solide Fransenborte an beiden Enden des Schals sorgt vor allem bei luftig-leichten Modellen auch für guten Sitz und perfekten Halt. Rein optisch sind Fransen gern gesehen, denn sie lockern mit ihrer unberechenbaren Lässigkeit schlichte Designs schwungvoll auf.
Fransenschals werden wahrscheinlich nie aus der Mode kommen, denn dafür leisten sie einen viel zu noblen Beitrag zum Gelingen von Outfit-Inspirationen das ganze Jahr hindurch. In der kalten Jahreszeit punkten sie als warme Strickschals aus Kaschmir oder Merinowolle. Vor allem voluminöse Grobstrickschals im XXL-Format erfreuen sich dann großer Beliebtheit und halten obendrein schön warm. Modernere Varianten interpretieren den Schal mit Fransen als unkompliziertes Fleece-Modell, wobei auch das innovative Cashmink, also Fleece mit Kaschmir-Feeling, hoch im Kurs steht. Diese Schals haben nicht nur den Vorteil, dass sie pflegeleicht und vegan sind, sondern sie sind auch noch antiallergisch und wasserabweisend.
Die Sommervarianten der fransenbesetzten Halstücher und Schals bespielt atmungsaktive, leichte Baumwolle. Hier haben sich vor allem die lässigen Crinkle-Schals einen Namen machen können. Aber auch traditionelle Klassiker – unifarben oder schillernd bunt – zählen hier nach wie vor zu den beliebtesten Accessoires der Damen- und Herrenmode. Sie werden höchstens von feinstem Leinen getoppt, das vielleicht nicht knitterarm, aber dafür reich an modischer Wirkung und Stilgefühl ist. Leinen macht aus einem schlichten Schal mit Fransen ein sommerliches It-Piece, das zum Beispiel im zeitlos-eleganten maritimen Streifendesign überzeugt. Zudem spielen Stolas und Schultertücher mit opulenten Fransenbordüren auch in der Abendmode eine Rolle.
Ein Fransenschal geht immer und überall – es kommt nur auf die Ausführung und vor allem auf das Material an, aus dem das vielseitige Accessoire gefertigt wurde. Grundsätzlich gilt: Natürliche Fasern wie Wolle, Baumwolle oder Leinen sind immer die stilvollere, weil hochwertigere Wahl. Kaschmirschals ergänzen dann im Winter ganz souverän jede Art von Wollmantel, Parka oder Anorak. Innovative, pflegeleichte Fleece-Schals passen nicht nur in die sportliche Freizeit, sondern ergänzen auch Stepp- und Daunenjacken hervorragend. In der Übergangszeit ergeben elegante Trenchcoats und karierte Schals – ganz im Sinne des Brit-Chics – ein unschlagbar stylishes Gewinnerteam.
Leichte Fransenschals aus lockeren, sommerlich-leichten Stoffen bringen den Frühling mit, vor allem dann, wenn sie mit üppigen Blumenprints oder Effektgarnen zusätzlich punkten können. Jeansjacken und leichte Leinenblazer freuen sich über Begleiter wie diese. Bei den Herren sind es lässige Jacken im Cargo-Stil, die legere Schals mit Fransen und dezenten maskulinen Mikroprints oder Karos ganz besonders zu schätzen wissen. Das sind die Must-haves des guten Stils, die niemals "out" sein werden.