Nylon

Nylon bei Peek & Cloppenburg*

Nylon ist eine vielfältig verwendbare, moderne Kunstfaser, die sich unter anderem auch zu textilem Gewebe verarbeiten lässt. Die Bekleidungsindustrie verwendet Nylon aufgrund seiner positiven Eigenschaften insbesondere zur Herstellung pflegeleichter Produkte und spezieller Funktionskleidung. Unter anderem setzt die Marke Jack Wolfskin Nylon für die Herstellung atmungsaktiver und witterungsbeständiger Outdoor-Mode ein. Feinstrumpfhosen und Strümpfe wie Falke Nylon Strumpfhosen bestehen traditionell aus der Kunstfaser. Rund 90 Prozent der gesamten Nylonproduktion werden in der Textilindustrie verarbeitet. Gewebe aus Polyamid 6.6, so die chemische Bezeichnung der Faser, ist knitter- und damit bügelfrei, elastisch, reißfest und lässt sich leicht färben. Motten mögen die Kunstfaser nicht und gegen den Umgang mit Laugen ist das Polyamid ebenfalls resistent. Die innovative Kunstfaser ist zudem wärmebeständig bis zu Temperaturen von 150 Grad Celsius und formstabil. Sie wird daher auch in der thermoplastischen Kunststoffindustrie und in Haushaltsgegenständen aus Kunststoff eingesetzt. Wegen der hohen Abriebfestigkeit des Polyamid 6.6 ist das Material ein beliebter Inhaltsstoff von Teppichen und Teppichböden.

Nylon - eine Faser revolutioniert die Bekleidungsbranche

Die Erfindung des Nylons geht auf das Jahr 1935 und Forschungen durch den amerikanischen Chemiker Wallace Hume Carothers zurück. Mit dem Nylon wird erstmals eine Faser vollständig synthetisch aus Kohlenstoff, Wasser und Luft hergestellt. Die Entwicklung beruht auf komplizierten chemischen Vorgängen und bringt schließlich eine außergewöhnlich reißfeste Faser auf der Basis von einem oder zwei Monomeren hervor. Nylon ist bezüglich der Reißfestigkeit mit Stahl vergleichbar. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften der neuen Faser erlauben die Herstellung sehr dünner und dehnbarer Fäden. Damit legt Carothers den Grundstein für transparente Damenstrümpfe mit hoher Passform, die später als Nylons die Modewelt revolutionieren. Nur wenige Jahre später entwickelt der deutsche Chemiker Dr. Paul Schlack eine vergleichbare Chemiefaser und gibt ihr den Namen Perlon. Wie Nylon ist auch Perlon ein Polyamid. Da es aus nur einem Monomer hergestellt wird, gehört Perlon dem Typ AS an. Heute werden die Begriffe vielfach synonym verwendet, denn Perlon stellt aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung eine spezielle Form des Nylons dar.