STYLE-GUIDE: WELCHER STYLE PASST ZU MIR?

„Welcher Style passt zu mir?“ Die Frage nach dem richtigen Kleidungsstil ist leider alles andere als leicht zu beantworten. Dafür hält die Fashion-Welt einfach zu viele Möglichkeiten und Styling-Optionen bereit. Und natürlich ist der Kleidungsstil auch stark von der eigenen Persönlichkeit abhängig. Klassischer Trenchcoat oder trendige Biker-Jacke? Feminine Pumps oder sportliche Sneakers? Fließendes Kleid oder doch lieber die coole Culotte?

Sie merken schon, sich im Mode-Dschungel sicher zurechtzufinden, kann mitunter richtig kompliziert werden. Doch keine Sorge, wir können helfen! Ob minimalistisch, romantisch, urban oder klassisch - in unserem Stil-Guide erklären wir die schönsten Stilrichtungen und verraten Ihnen auch gleich, welche Teile dafür in Ihrer Garderobe unverzichtbar sind.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Der Boho-Style ist ein extrem angesagter Modestil, der Vintage-Elemente, Ethno-Chic und Hippie-Spirit miteinander vereint
  • Der Urban Style findet seinen Ursprung in der Streetwear Mode und ist ein sportlich, lässiger Look, der sich perfekt für den Alltag eignet
  • Modern Business ist ein Kleidungsstil, der im Gegensatz zu anderen Modestilen weniger von Ihrem persönlichen Geschmack abhängt, da es meist strikte Dresscodes am Arbeitsplatz gibt
  • Der Street Style findet seinen Ursprung in der Skate- und Surfkultur der 90er Jahre und beschreibt wilde Looks mit Stilbrüchen, die in Modemetropolen wie London, Paris und New York auf den Straße getragen werden
  • Mit den Casual Classics machen Sie alles richtig und sind zeitlos elegant gekleidet
  • Der Scandi Style beschreibt schlichte, minimalistische Kleidung, die zwanglos und gleichzeitig elegant ist
  • Um Ihren eigenen Kleidungsstil zu finden, ist es wichtig, dass Sie Ihren Figurtyp kennen, wissen welche Farben Ihnen stehen und was Ihnen persönlich gefällt

 

DER BOHO-STYLE

Verträumt, mädchenhaft und feminin. Der Boho-Stil gehört momentan zu den angesagtesten Modetrends. Er zeichnet sich durch einen Mix an Vintage-Elementen, Ethno-Chic und einem Hauch Hippie-Spirit aus. Er wird vor allem von kreativen Freigeistern geliebt, die das Spiel mit verschiedenen Epochen lieben. Sie können den Boho-Look im Sommer wie im Winter gleichermaßen tragen. Durch den Einsatz Ihrer Lieblingsfarben oder -muster geben Sie Ihren Outfits dabei immer eine ganz persönliche Note. Typisch für den verträumten Boho-Stil sind romantische Blumenprints, Batikdrucke sowie Spitzen- oder Häkeldetails. In jedem Fall gehören fließende Kleider und Röcke in Midi- und Maxilänge zur Boho-Grundausstattung. Im Sommer tragen Sie dazu lässige Espadrilles oder flache Ledersandalen. In der kalten Jahreszeit sorgen Sie mit derben Boots, Grobstrick und kernigen Mänteln mit Lammfellfutter für spannende Kontraste.

DER URBAN STYLE

Cool, bequem und sportlich. Der Begriff “urban” bedeutet städtisch und findet seinen Ursprung in der Streetwear. Der lässige Stadt-Look ist in Metropolen wie New York, London und Berlin extrem beliebt. Beim Urban Style geht es darum lockere Kleidung zu kombinieren. Caps, Beanies, Sneaker, Hoodies, Denims und Jogginghosen sind absolute Must-Haves, wenn es um den perfekten Urban-Look geht. Der Urban-Athleisure-Look, eine Kombination der englischen Begriffe „athletic“ und „leisure wear“ gehört zu den neuen großen Trends der letzten Jahre und ist inzwischen weder von den Laufstegen noch aus den Kleiderschränken modebewusster Frauen wegzudenken.

Die Athleisure-Wear greift Elemente klassischer Sportbekleidung auf, bringt sie aber in einen neuen modischen Kontext. So bestehen beispielsweise feminin geschnittene Kleider aus hoch-technischen Funktionsstoffen oder Hosen in Joggerform werden lässig und überraschend kombiniert. Auch Neon-Farben oder plakative Logo-Prints gehören zu diesem Kleidungsstil. Der Athleisure-Look dominiert hauptsächlich die Streetwear, inzwischen finden Sie Aspekte dieses urbanen Looks aber fast überall. So können Sie zum Beispiel selbst eine klassische Stoffhose durch Details wie Tunnelzug und Racing-Stripes im Athleisure-Stil stylen. Und auch Hoodies und Sneakers sind durch den Trend salonfähig geworden.

MODERN BUSINESS

Gerade im Berufsleben ist die Frage nach dem richtigen Outfit besonders wichtig. Denn anders als in der Freizeit, hängt der perfekte Kleidungsstil hier eben nicht nur von Ihrem persönlichen Geschmack ab, sondern es gibt je nach Branche mehr oder weniger strikte Dresscodes. Ganz starre Kleiderregeln gehören zwar auch im Office inzwischen der Vergangenheit an, doch gerade deswegen brauchen Sie für einen gelungen Business-Style ein bisschen Fingerspitzengefühl. Denn die größte Herausforderung liegt heute wohl darin, die perfekte Balance zwischen entspannt und seriös zu finden. Schließlich möchten Sie stets professionell wirken, ohne dabei overdressed zu sein.

Zu Ihrer Basisgarderobe sollten eine klassische Bluse und ein gut sitzender Blazer gehören, dazu können Sie eine Stoffhose oder einen knielangen Rock kombinieren. Eine klassische Jeans in Dunkelblau oder Schwarz passt ebenfalls zu einem lässig-eleganten Outfit. Auch Schuhe und Accessoires sollten eine gewisse Formalität mitbringen. Mit Pumps in dezenten, neutralen Farbtönen treffen Sie hier immer eine gute Wahl.

STREET STYLE

Wie der Name schon vermuten lässt, ist Street Style – Straßenmode - ein Kleidungsstil für die Freizeit. Der Begriff tauchte zum ersten Mal in den 90er Jahren auf und stand zunächst in einem eher sportiven Kontext. Die Wurzeln der betont lässigen Looks liegen in der urbanen Skate- und Surfkultur. Somit waren die Outfits geprägt von Hoodies, Tank-Tops, Sneakers, Cargopants, Parka und Baseball-Caps. Inzwischen hat sich der Street Style jedoch gewandelt. Der Grund dafür ist das Internet. Denn während früher nur die großen Magazine und die Fashion-Shows der bekannten Designer die Trends in der Mode lenkten, traten mit dem Internet und insbesondere mit dem Erfolg von Social Media die Influencer und Fashion-Blogger auf den Plan.

Street Style bezeichnet heute also vor allem die Trends, die auf den Straßen der Fashion-Metropolen wie London, Paris oder New York entstehen. Bei dieser Stilrichtung können Sie klassische Teil mit ausgefallenen Prints mixen oder ein maskulines Shirt zum verspielten Rock tragen. Denn es sind vor allem die Stilbrüche und die überraschenden Kombinationen, mit denen Sie hier Ihre Individualität ausdrücken und die Straße kurzerhand zu Ihrem Laufsteg machen.

CASUAL CLASSICS

In der Freizeit können Sie aber auch auf Modeklassiker zurückgreifen. Hier liegt es an Ihnen, ob Sie Ihrem Look eine feminine oder eher sportive Aussage geben möchten. Für einen klassisch-femininen Kleidungsstil greifen Sie statt zum Baumwoll-Shirt zur cleanen Bluse, zum Trenchcoat statt zur Lederjacke und zu Ballerinas statt zu Turnschuhen. Dunkelblau, Schwarz, Grau, Beige und Weiß bilden die Grundpfeiler dieses Stils.

Der klassische Look ist zeitlos und elegant. Daher lohnt es sich hier in langlebige Qualität zu investieren. Einen hochwertigen Trenchcoat, einen Kaschmirpullover oder eine Seidenbluse, die absolut perfekt sitzen, können Sie bis in alle Ewigkeit tragen. Diese Klassiker werden garantiert niemals aus der Mode kommen.

SCANDI STYLE

Kopenhagen oder Stockholm gelten inzwischen als Modemetropolen, die New York oder London an Coolness in nichts nachstehen. Dennoch geht es hier etwas relaxter und ruhiger zu. Mit ihrem lässigen Stil beweisen skandinavische Frauen immer wieder ihr gutes Gespür für Trends. Die wichtigste Regel beim Scandi-Look lautet: Gut aussehen, aber bitte ganz entspannt. Dieser Kleidungsstil zeichnet sich durch unaufgeregte, minimalistische Kleidung ohne zu viel schmückendes Beiwerk aus. Insofern könnte man den Scandi-Look auch als Gegenspieler des Boho-Trends bezeichnen. Mit geradliniger, cleaner Eleganz und einer großen Portion zwangloser Casualness bleibt dieser Kleidungsstil immer alltagstauglich. Es geht vor allem darum, sich in dem, was man trägt, wohlzufühlen.

Zu den wichtigsten Key-Pieces dieses Stils zählen eine gut sitzende Skinny-Jeans, Oversize-Pullover aus hochwertiger Wolle und coole Accessoires in neutralen Tönen wie Weiß, Braun, Beige, Blau oder natürlich Schwarz. Diese eher schlichten Basics werden dann mit einzelnen Trendteilen oder Akzentfarben immer wieder neu in Szene gesetzt.

SO FINDEN SIE IHREN KLEIDUNGSSTIL

1. Wer bin ich?

Eine simple, aber effektive Übung, mit der viele Stilberatungen starten, lautet: „Beschreiben Sie sich selbst in drei Begriffen“. Warum? Nun, Ihr Kleidungsstil sollte Ihre Persönlichkeit widerspiegeln. Nur dann fühlen Sie sich in einem Outfit wirklich wohl und niemals verkleidet. Ob Sie eher die feminine Business-Lady oder das Sporty-Girl sind, wissen Sie selbst am besten. Bleiben Sie sich daher immer treu. Zu einer ruhigen, eher introvertierten Persönlichkeit passen dezente Farben, wohingegen extrovertierte Charakter erst in extravaganten Prints und kräftigen Farben besonders strahlen.

2. Welche Farben stehen mir?

Warme oder kalte Töne, kräftige Farben oder zartes Pastell? Zum richtigen Kleidungsstil gehört auch das richtige Farbspektrum. Denn Farben haben eine enorme Wirkung, indem sie Sie entweder strahlend frisch oder blass und müde aussehen lassen. In der klassischen Farbenlehre gibt es kalte und warme Farbtypen, aufgeteilt in Frühling-, Sommer-, Herbst und Wintertyp. Um Ihren idealen Kleidungsstil zu finden, müssen Sie also auch wissen, welche Farben mit Ihrer Haut, Haaren und Augen harmonieren. In unserer Typberatung erfahren Sie, welche Farben perfekt für Sie sind.

3. Welchen Figurtyp habe ich?

Sie sollten sich in Ihrer Kleidung immer 100 Prozent wohlfühlen. Daher ist es wichtig, dass Sie Outfits entsprechend Ihres Body-Types aussuchen. So lassen sich kleine „Problemzonen“ schnell kaschieren und Sie können – und das ist das Wichtigste – Ihre Vorzüge, die Sie an der eigenen Figur besonders mögen, betonen.

Und noch ein Wort zum Schluss: Auch wenn Sie ab sofort in Sachen Kleidungsstil klarer sehen, müssen Sie sich natürlich nicht dogmatisch auf einen Stil festlegen. Solange Sie sich wohlfühlen, spricht nichts dagegen, mit verschiedenen Stilrichtungen – je nach Anlass oder Tagesform - zu spielen und auch mal zu experimentieren.