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Dem Fernweh nach exotischen und geheimnisumwobenen Ländern verdankt die Modewelt den Ethno-Style. Der Trend zu Fernreisen samt modischer Souvenirs aus fernen Kontinenten gilt als Inspiration dafür, Kleidung zu kreieren, die verschiedene Kulturen und ländertypische Bekleidungsstile miteinander vereint. Ganz besonders hebt sich aus diesen farbenfrohen Reihen das Ethno-Kleid hervor, welches sich immer noch großer Beliebtheit erfreut. Das ist kein Wunder, denn dieser Stil bevorzugt fließende, angenehme Stoffe und weite, bequeme Schnitte, die auch an heißen Tagen für einen souveränen und sehr stilbewussten Auftritt sorgen. Mini- und Maxikleider überzeugen hier, und so etwas wie festgeschriebene Regeln gibt es nicht.
Ein Ethno-Kleid ist immer ein Bekenntnis zu Farbe und zu Printmotiven. Einige Modelle zeigen sich auch monochrom, wobei dann garantiert aufwändige Deko-Elemente wie Stickereibordüren, Schmuckstein- und Perlen-Applikationen oder großzügige Raffungen und Schnürdetails für den berühmten Eyecatcher-Moment sorgen, der den Ethno-Look so berühmt gemacht hat. Florale Motive sind ebenso anzutreffen wie die beliebten Animalprints oder ländertypische Stoffmuster wie Batik oder Ikat. Neben weit ausgestellten Kleidern im Tunika-Stil repräsentieren auch Modelle mit fantasievoll gefertigten Gürteln in Flechtoptik, aus Hanf, Bast oder mit vielen schmückenden, farbenfrohen Details diesen Trend.
Auch bei der Wahl der Stoffe orientieren sich Designer an naturnahen Textilien, weshalb ein typisches Ethno-Kleid häufig aus Leinen oder reiner Baumwolle gefertigt wird. Wobei ein Leinenkleid die perfekte Wahl für warme Sommertage ist. Die meisten Vertreter dieser modischen Ausnahmetalente kommen ohne komplizierte Verschlüsse aus. Dafür können sich tiefe Eingrifftaschen oder praktische, aufgenähte Taschen an der Vorderseite als nützliche Details erweisen. Die meisten Kleider im Ethno-Look sind der Sommermode vorbehalten. Sie sind daher häufig ärmellos oder begeistern mit langen, weiten Puffärmeln, die häufig besonders eindrucksvoll verziert sind. Kleider aus schwerem Samt können diesen Stil auch in den Herbst hineintragen, wo dann der Jahreszeit entlehnte Brauntöne für gute Stimmung sorgen.
Ein typisches Ethno-Kleid benötigt neben Schuhen und ausgewählten Accessoires nur wenige zusätzliche Elemente, um als durch und durch stimmiger Komplettlook Applaus zu ernten. Die opulent verzierten Kleiderträume sprechen für sich und sind häufig regelrechte textile Gesamtkunstwerke, von denen nicht mit weiteren Zugaben abgelenkt werden sollte. Bei Schmuck passen eventuell noch einfache Ketten aus Holzperlen oder Armreifen und Ohrringe aus Horn, Leder und anderen natürlichen Materialien. Im Sommer sind Sandalen, Zehentrenner oder leichte Espadrilles und Mokassins die idealen Schuhe dazu. Wer ein herbstliches Modell wählt, ist mit Wildlederstiefeln oder Cowboyboots bestens unterwegs.
Bei den Jacken haben Jeansjacken und leichte Varianten aus Leinen, Twill oder Baumwolle ganz klar die besten Karten, um zu Kleidern im Ethno-Stil eine gute Figur abzugeben. Auch Longcardigans aus Feinstrick oder aus softem Velourslederimitat erschaffen Outfits, die von Kopf bis Fuß der Message dieser Looks gerecht werden. Korbtaschen oder Shopper in Flechtoptik runden das kosmopolitische Gesamtbild gelungen ab.