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Der Kragen ist das Erste, was bei einem Outfit auffällt. Noch bevor Schnitt oder die Länge eines Kleides eine Rolle spielen, zieht er die Aufmerksamkeit gekonnt auf den Halsbereich. Er rahmt das Gesicht, setzt eine klare Linie und gibt dem Kleidungsstück eine ganz individuelle Richtung. Somit spricht ein Kleid mit Kragen eine eigene Sprache, die selten auf einen einzigen Stil festgelegt ist und die Haltung mit Weichheit und Präsenz mit Leichtigkeit verbindet.
Es ist diese Doppelnatur, die das Kragenkleid so interessant macht. Stilvoll eignet es sich fürs Büro ebenso wie für Events und Termine am Abend und kann mühelos Retrochic zitieren, ohne gleich nostalgisch zu wirken. Dieses Must-have kann gerade geschnitten sein und sich dennoch seinen femininen Charme bewahren. Die Formenvielfalt, die sich hinter diesem Begriff verbirgt, ist beachtlich. Und genau darin liegt sein anhaltender Reiz.
Der Bubikragen ist vielleicht die bekannteste Variante. Er liegt flach am Ausschnitt an, zeigt sich in gerundeter Form und wird gern farblich vom restlichen Kleid abgesetzt. In der Damenmode hat er eine lange Geschichte und wirkt, wenn er gut platziert wird, zeitlos statt antiquiert. Findet er an einem gerade geschnittenen Kleid seinen Platz, setzt er einen klaren Akzent. Wer ihn in Kontrastfarbe trägt, verstärkt seine Wirkung zusätzlich und verleiht dem Look eine ganz eigene Note.
Geradlinig gibt sich der Stehkragen. Er schmiegt sich an den Hals an und umschließt ihn, ohne dass er dabei steif wirkt. Das räumt die Silhouette des Kleides auf. Besonders an Maxiformen oder Schnitten, die die Knie umspielen, entwickelt er sein volles Potenzial. Damen, die einen langen, schlanken Hals haben, profitieren von dieser Kragenform, da sie ihn klar in Szene setzt und zudem die Proportion des Oberkörpers streckt.
Eine ganz andere Logik verfolgt das Hemdblusenkleid mit Revers- oder Button-down-Kragen: Es bringt den Pragmatismus des Hemdes in die Kleiderform. Die Knopfleiste erleichtert nicht nur das An- und Ausziehen, sie ist gemeinsam mit dem Kragen ein wichtiges Gestaltungselement, das dem Ganzen Kontur gibt. Gerade geschnitten oder leicht tailliert, begleitet es durchs Wochenende und transportiert die entspannte Wirkung auch in den Büroalltag. Wer es sportlicher möchte, greift zum Polokleid mit Kragen. Er verleiht ihm eine lässige, kühle Note, die sich gut mit derberen Schuhen kombinieren lässt.
Das Hemdblusenkleid mit offenem Kragen dürfte eines der unkompliziertesten Basics im Kleiderschrank sein, da es nur wenig Ergänzung benötigt. Flache Loafers und eine schlichte Tasche genügen, denn das Kleid trägt die Aussage allein. Kühles, wechselhaftes Wetter ist ein Fall für einen Layeringlook: Ein feiner Pullover darunter sorgt für die nötige Wärme. Dabei soll der Pulloverkragen sichtbar über den Ausschnitt des Kleides herausschauen, um so eine zweite Ebene zu erzeugen.
Bei einem schwarzen Strickkleid mit Rollkragen entsteht der Look durch Reduktion. Dazu passen hohe Stiefel für einen eleganten Auftritt. Klobige Schnürboots erzeugen einen gewollten Bruch und sorgen so für einen spannenden Kontrast. Ein schmaler Ledergürtel dazu, der die Taille betont, mehr benötigt dieses Outfit nicht.