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Keinem anderen Kleidungsstück kommt so viel Bedeutung zu wie dem Brautkleid. Seit dem 19. Jahrhundert steht Weiß in der Hochzeitsmode für Reinheit und einen neuen Lebensabschnitt. Weiße Brautkleider verbinden Tradition und Zeitgeist auf eine Weise, wie es kaum einem anderen Piece gelingt. Diese Teile sind mehr als nur Kleider, sie sind ein Statement, das den Rahmen eines besonderen Tages würdig ausfüllt.
Dabei ist die Palette an Weißtönen breiter als erwartet: Reinweiß, Elfenbein, Creme oder Champagner setzen verschiedene Akzente und harmonieren unterschiedlich mit Hauttönen. Bei heller Haut wirken kühlere Weißtöne besonders strahlend, wärmere Nuancen wie Ivory betonen goldene und olivfarbene Teints. Diese Feinheiten machen es deutlich: Die Wahl des richtigen Weißtons ist genauso relevant wie die Wahl des Schnitts. Wer unsicher ist, probiert mehrere Töne nebeneinander, um den besten Kontrast zur Haut zu finden.
Ein wichtiges Kriterium bei der Kleiderwahl ist die Art des Schnitts. Als klassische Allrounderin darf die A-Linie angesehen werden. Das schmal geschnittene Oberteil geht in einen ausgestellten Rock über und betont so die Taille auf natürliche Weise. Roben im sogenannten Meerjungfrauen-Schnitt liegen eng an Brust, Taille und Hüfte an. Erst unterhalb der Knie öffnet es sich und setzt die Figur sehr gezielt in Szene. Weiße Ballkleider mit großem, mehrlagigem Tüllrock sind elegante Varianten für einen festlichen und voluminösen Auftritt mit märchenhaftem Schwung, während schlichte Etuikleider auf minimalistische Eleganz setzen. Daneben gewinnen die Fit-and-Flare-Variante immer mehr an Beliebtheit. Ihr Rock öffnet sich bereits ab dem Oberschenkel und bietet im Vergleich zum klassischen Meerjungfrauenkleid mehr Bewegungsfreiheit.
Materialien entscheiden über den Charakter der weißen Brautkleider und darüber, wie sie sich tragen. Satin überzeugt mit sattem Glanz und einem weichen Fall. Chiffon eignet sich für fließende und leichte Roben und vermittelt eine sommerlich-luftige Attitüde. Seit Jahrhunderten ist Spitze ein zentrales Element der Brautmode und bringt auch in zeitgemäße Kleider eine romantische Note. Sie kann als flächiges Oberteil eingesetzt werden, als Overlay über Tüll oder Satin und auch als Applikation. Crêpe wiederum fällt sehr glatt und punktet mit einer ruhigen und modernen Anmutung, die besonders in minimalistischen Hochzeitsoutfits gut zur Geltung kommt.
Bei einem Hochzeitsoutfit geben weiße Brautkleider den Ton an. Alle weiteren Elemente fügen sich ein. Ein langer, feiner Schleier unterstreicht die festliche Note und spielt besonders im Zusammenspiel mit Spitze oder glattem Satin seine Stärken aus. Ein trägerloses Brautkleid schafft Raum für einen eleganten Haarreif oder für romantischen Kopfschmuck aus Blüten.
Die Schmuckauswahl folgt einer einfachen Regel: Je aufwendiger das Kleid gearbeitet ist, desto zurückhaltender sollte der Schmuck dazu sein. Ein minimalistisches Hochzeitskleid aus Crêpe oder Satin verträgt kräftige Akzente wie eine auffällige Kette oder lange Ohrringe. Bei weißen Spitzenkleider oder Kleidern mit floralen 3D-Verzierungen genügen dezente Stecker und ein zierliches Armband. Klassische Pumps in Ivory oder Nude verlängern optisch die Beine. Ein runder Strauß aus weißen Rosen greift den Weißton auf und ergänzt ihn mit natürlicher Wärme.