Karierte Jacke kombiniert mit Hemd und Rollkragenpullover

Lagenlooks liegen im Trend –

wir zeigen, wie es geht!

Layering sieht nicht nur super lässig aus, das Schicht-Prinzip ist vor allem für die Übergangszeit im Herbst oder Frühjahr enorm praktisch. Denn mit dem Lagenlook sind Sie bei jedem Wetter immer genau richtig angezogen. Allerdings ist Layering dann doch etwas mehr, als einfach nur wahllos Kleidungsstücke übereinanderzuziehen. Damit nicht am Ende alles drunter und drüber geht, verraten wir Ihnen die wichtigsten Styling-Regeln für einen gekonnten Lagenlook.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Ihr Lagenlook sollte aus nicht mehr als 3 Lagen bestehen.
  • Damit der Lagenlook funktioniert, ist es wichtig, dass die Schichten sichtbar sind.
  • An erster Stelle steht jedoch, dass Sie sich in Ihrem Outfit wohlfühlen und die Stoffe zueinander passen.
  • Der Lagenlook eignet sich optimal, um üppigere Körperstellen zu kaschieren.
  • Ein weiterer Vorteil von Layering-Looks ist, dass Sie alle notwendigen Kleidungsstücke bereits in Ihrem Schrank haben.
  • Zusätzlicher Benefit des Lagenlooks: Sommeroutfits sind so ganz einfach herbst- und wintertauglich zu machen.

Der Lagenlook: Jetzt wird Styling zur Schichtarbeit

Sie haben im Herbst und Winter keine Lust, Ihren Kleidungsstücken aus dem Sommer Adieu zu sagen? Müssen Sie auch nicht! Denn mit dem Trend Layering ziehen Sie diese einfach lässig drüber oder drunter. Spielen Sie dabei mit Proportionen, achten Sie jedoch darauf, dass Sie bei Oversized Kleidungsstücken auch immer engere Teile im Gesamtlook vertreten sind und umgekehrt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Als „Anfänger-Outfit“ in Sachen Lagenlook eignet sich deshalb zum Beispiel eine länger geschnittene Hemdbluse, zu der Sie einen locker sitzenden gecroppten Pullover kombinieren. Dazu passen eine Skinny Jeans und eine Lederjacke im Biker-Stil. Auch ein schmal geschnittener Wollmantel, Long-Cardigan oder ein trendiges Woll-Cape sind schöne Ergänzungen. Diese halten beispielsweise auch über dem geliebten Chiffonkleid aus dem Sommer zusammen mit einem XXL-Wollschal kuschelig warm.

Die Länge macht’s: So geht Layering

Unterschiedliche Längen sind beim Lagenlook ein absolutes Muss. Dass die einzelnen Lagen gut zu unterscheiden sind, macht den Look schließlich aus. Seien Sie also ruhig mutig. Es geht nicht darum, dass hier und da ein Stückchen Stoff dezent unter dem Saum hervorblitzt, sondern um klare Kontraste, die Ihr Outfit definieren.

Das Spiel mit den Längen hat aber auch einen weiteren schönen Nebeneffekt, denn Sie können Ihre Silhouette mit dem richtigen Lagenlook geschickt modellieren. Frauen mit kleiner Körpergröße verlängern die Silhouette durch kurze Oberteile optisch. Wenn Sie dagegen sehr groß gewachsen sind, können Sie Ihre Erscheinung mit einem lang geschnittenen Hemd oder einer Tunika zierlicher wirken lassen.

Die längste "Oberteil-Schicht" sollte maximal bis zur Mitte Ihres Oberschenkels reichen. Sonst wirkt Ihre Figur zu gedrungen. Kurvigen Frauen empfehlen wir die Lagen so zu kombinieren, dass die breiteste Körperstelle optisch kaschiert wird. Dafür sollten die einzelnen Lagen nicht genau auf der Höhe der breitesten Körperstelle enden, sondern besser etwas länger geschnitten sein. Und auch unterschiedlich verlaufende Linien sorgen beim Lagenlook für mehr Spannung. Asymmetrisch übereinander liegende Säume lockern Ihren Look insgesamt auf.

Um zu garantieren, dass Ihr Lagenlook stets vorteilhaft bleibt, sollten Sie immer die gesamte Silhouette im Blick haben. Ein Lagenlook ist ein Gesamtkunstwerk, bei dem die einzelnen Schichten harmonisch aufeinander abgestimmt werden. Hier ist es daher besonders wichtig, auf die Proportionen zu achten. Das heißt: Wenn Sie ein weites Oberteil wählen, sollten Sie dazu stets eine eher gerade geschnittene, schmale Hose wählen – und umgekehrt.

Die richtigen Basics für den Lagenlook

Auch das ist ein großer Vorteil des Lagenlooks: Die wichtigsten Essentials, um ein modisches Outfit im Layer-Look zu stylen, haben Sie höchstwahrscheinlich schon im Kleiderschrank. Denn nicht nur cleane Basics sind perfekt, um sie zu neuen Schichten zu kombinieren. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihre Sommergarderobe durch den Lagenlook herbst- und wintertauglich zu machen.

Schließlich werden auch leichte Blusen oder Shirts durch Layering zum wärmenden Winter-Outfit. Dazu brauchen Sie lediglich eine locker-sitzende Strickjacke oder einen Oversize-Pullover. Besonders raffiniert wirkt auch eine Bluse mit High-Low-Saum, bei der die Rückseite auch noch unter einem hüftlangen Pullover zur Geltung kommt. Zarte Sommerkleider werden ebenfalls durch die Kombination mit grobem Strick oder einem lässigen Oversize-Blazer aus robustem Stoff zum gelungenen Lagenlook. Unverzichtbare Basis-Kleidungsstücke sind außerdem schmale Hosen, Skinny-Jeans oder Leggings, mit denen Sie die Schichten der Oberteile harmonisch ausgleichen können.

Materialien-Mixe sorgen für spannende Kontraste

Das Erfolgsgeheimnis eines perfekten Layering-Looks liegt nicht nur im raffinierten Spiel mit unterschiedlichen Längen. Genauso wichtig sind die Materialien. Auch hier bieten sich Ihnen nahezu unendliche Styling-Möglichkeiten.

Kombinieren Sie dicke Winterstoffe wie Tweed oder Cord und gemütlichen Grobstrick zu leichten, luftigen Materialien. Auch der Kontrast zwischen blickdicht und transparent kann feine Akzente setzen. Je kreativer der Mix aus Strukturen und Materialien ist, desto interessanter wird Ihr Lagenlook. Tragen Sie zarten Chiffon zur robusten Lederjacke oder eine feine Seidenbluse zum derben Pulli.

Einen wichtigen Hinweis sollten Sie jedoch in puncto Material beachten: Die Stoffe der einzelnen Lagen müssen sich miteinander vertragen. Lädt sich ein Stoff schnell elektrisch auf, ist er für Ihren Lagenlook natürlich weniger gut geeignet. Schließlich sieht es nicht vorteilhaft aus, wenn Ihre Bluse permanent an Rock oder Hose klebt, anstatt locker zu fallen. Probieren Sie das Outfit im Zweifelsfall einfach erst einmal zu Hause aus, bevor Sie sich im Worst Case den ganzen Tag in Ihrem Outfit unwohl fühlen.

Treffen Sie den richtigen Ton

Auch die Farben spielen beim Lagenlook eine wichtige Rolle. Wenn Sie es eher dezent mögen, können Sie zu Kleidungsstücken aus der gleichen Farbfamilie greifen. Das ist subtil und wirkt edel. Besonders angesagt sind diese Saison sanfte Farbabstufungen aus warmem Cremeweiß, Beige und Hellbraun, aber auch kühle Grautöne liegen im Trend. Und auch monochrome Layer-Looks in Schwarz-, Weiß-, Toffee- oder Grau-Nuancen wirken extra chic.

Wenn Sie kräftige Farben lieben, wählen Sie eine Statement-Farbe, die den Kern Ihres Outfits bildet. Viel mehr Farbe verträgt der Lagenlook nicht, denn die unterschiedlichen Längen und Materialien der Kleidung sorgen schon für genug Kontraste und Spannung. Eine gute Option für den Herbst ist zum Beispiel ein kurzer, kastiger Strickpullover in leuchtendem Grün, angesagten Senftönen oder einem warmen Bordeaux-Ton. Dazu kombinieren Sie eine weiße Hemdbluse und Bluejeans als Basics.

Dos & Don’ts beim Layering-Look

Entscheiden Sie sich für ein Outfit nach dem Zwiebel-Prinzip, dann gilt es die ein oder andere Styling-Regel zu beachten. Denn schließlich soll der beliebte Fashion-Trend nicht nur funktional und komfortabel sein, sondern auch wunderbar facettenreich aussehen.

Dos beim Layering

  • Starten Sie stets mit dem engsten Kleidungsstück und addieren Sie dann erst die weiten Schnitte. So bleibt Ihr Outfit bequem und leger, wirkt aber nicht formlos. Als abschließende Lage reicht ein winterliches Kleidungsstück in der Regel aus. 
  • Die übereinander gezogenen Kleidungsstücke sollten dünn sein und gut sitzen. Vergessen Sie nicht, dass sich das „Kälte-Wärme-Prinzip“ des Lagenlooks aus dem Zusammenspiel der einzelnen Komponenten ergibt.
  • Es bietet sich an, unterschiedliche Materialien wie zarte Seide, Satin oder Chiffon zu eher groben Stoffen wie Strick, Denim oder Leder zu kombinieren.
  • Für ausgeglichene Proportionen sollten Sie oversized Kleidungsstücke zu schmalen Basics wie Leggings, Skinny Jeans oder Bleistiftrock stylen.
  • Setzen Sie auf Transparenz und kombinieren Sie durchsichtige mit blickdichten Stoffen.
  • Ein Layering-Look, der Ton-in-Ton geht, wirkt besonders edel – dezente Farben wie Schwarz, Weiß, Creme, Beige oder Pastelltöne versprühen jede Menge Eleganz.
  • Auffällige Farben, Muster oder Prints hingegen benötigen einen Ruhepol. Schaffen Sie Balance mit gedeckten Tönen.

Don’ts beim Layering

  • Greifen Sie bei der untersten Schicht zu sehr dicken Materialien oder zu weiten Passformen, wirkt Ihr Layering schnell zu voluminös und ist wenig schmeichelhaft. 
  • Mehr als drei sichtbare Lagen sollte Ihr Outfit nicht haben. Das wirkt ungeordnet und leicht chaotisch.
  • Mixen Sie nicht mehr als ein bis zwei Muster und Farben miteinander. Vor allem Layering-Einsteigerinnen sollten sich erst einmal auf einen minimalistischeren Look konzentrieren.
  • Überladen Sie Ihren neuen Layering-Look nicht mit zu vielen Accessoires. Eine Handtasche, ein Armreif oder eine Sonnenbrille reichen jeder für sich als Statement.
  • Vertrauen Sie auf schlichte Basics. Ein einzelnes Eyecatcher-Kleidungsstück zeigt beim Layering die beste Wirkung – weniger ist auch hier mehr.