
Nicole Dicke
Sept. 2026
Wäsche waschen
So bleibt die Kleidung länger schön
Wer seine Kleidung richtig pflegt, hat länger etwas von ihr. Und dabei kommt es nicht nur auf das richtige Waschmittel an: Waschtemperatur, Programm, Schleudergang und Trocknung spielen ebenfalls beim Wäschewaschen eine wichtige Rolle. Damit T-Shirts, Jeans, Pullover & Co. sauber werden und dabei weiterhin ihre Form und Farbe behalten, gibt es beim Wäschewaschen einiges zu beachten.
Alle Themen im Überblick
Wie wird Wäsche vorbereitet und sortiert?
Wie wäscht man verschiedene Materialien?
Was bedeuten die verschiedenen Waschsymbole?
Was sollte man über Waschprogramme, Temperaturen und Waschmittel wissen?
Welches Wachprogramm ist das richtige?
Trockner oder Leine? Die Wäsche richtig trocknen
Wie lassen sich Energie- und Wasserverbrauch reduzieren?
Wie wird Wäsche vorbereitet und sortiert?
Alles auf einen Haufen und ab in die Maschine? So einfach geht es leider nicht. Denn vor allem das Wäschesortieren ist die Basis für einen gelungenen Waschgang. Unterschiedliche Materialien und Farben stellen unterschiedliche Anforderungen an die Wäschepflege und sollten deshalb entsprechend getrennt behandelt werden. Denn: Das Oberteil aus Seide oder Kaschmir wird einen gemeinsamen 60-°C-Waschgang mit Baumwoll-Unterwäsche vermutlich nicht unbeschadet überstehen.
Empfindliche Materialien beachten
Der kuschelige Wollpullover oder die feine Seidenbluse – Kleidungsstücke aus empfindlichen Stoffen wie Seide, Samt, Kaschmir oder Wolle benötigen besondere Pflege. Sie sollten nur bei niedrigen Temperaturen oder mit einem speziellen Schonwaschgang in der Maschine gewaschen werden. Oft empfiehlt sich auch eine Handwäsche mit einem milden Waschmittel. Grundsätzlich gilt auch hier: Der Trockner ist für empfindliche Materialien absolut tabu.
Wie wäscht man verschiedene Materialien?
- Wolle waschen: Am besten im Woll- oder Handwäscheprogramm bei niedriger Temperatur und ohne Schleudern, damit die Fasern nicht verfilzen.
- Polyester waschen: Unkompliziert und pflegeleicht, verträgt meist bis zu 40 °C, sollte aber nicht zu heiß gewaschen oder getrocknet werden, damit die Fasern nicht spröde werden.
- Seide waschen: Braucht einen Schonwaschgang oder Handwäsche bei niedriger Temperatur, da die empfindlichen Fasern sonst schnell Schaden nehmen.
- Leinen waschen: Verträgt in der Regel höhere Temperaturen, sollte aber vorsichtig geschleudert werden, um Knitterfalten zu vermeiden.
- Kaschmir waschen: Gehört ebenfalls in den Schonwaschgang bei niedriger Temperatur und wird am besten liegend statt hängend getrocknet, damit es die Form behält.
- Cord waschen: Am besten auf links gedreht und bei niedriger Temperatur waschen, damit die Rippenstruktur erhalten bleibt.
- Baumwolle waschen: Robust und meist bei bis zu 60 °C waschbar, wobei dunkle Farben zum Schutz vor Ausbleichen eher kühler gewaschen werden sollten.
Wäsche nach Farben trennen
Schwarz mit Weiß in eine Trommel? Bitte nicht! Auch neue Denim-Stoffe können abfärben und die gesamte Waschladung verfärben. Am besten wird die Wäsche in drei Kategorien getrennt: weiße, helle und dunkle Wäsche. Beim weiße Wäsche waschen und beim schwarze Wäsche waschen gilt: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wäscht neue, farbintensive Kleidungsstücke zunächst separat.
Was bedeuten die verschiedenen Waschsymbole?
Auf den Etiketten eines Kleidungsstücks findet man fünf verschiedene Pflegesymbole, die individuelle Wasch- und Pflegehinweise für die jeweilige Textilie anzeigen. Ist ein Symbol durchgestrichen, darf die entsprechende Pflegeart nicht angewendet werden. Gradzahlen, Punkte oder Unterstriche geben zusätzliche Hinweise zur empfohlenen Temperatur, Behandlung oder Pflegeintensität.
- Das Waschbecken: Das Waschbecken zeigt an, ob und wie ein Kleidungsstück gewaschen werden darf. Steht im Waschbecken eine Gradzahl, darf diese Temperatur beim Waschgang nicht überschritten werden. Eine Hand im Becken weist auf Handwäsche hin. Das Kleidungsstück darf dann nicht in der Waschmaschine gewaschen werden. Ein oder zwei Striche unter dem Waschbecken stehen für eine besonders schonende bzw. sehr schonende Behandlung. Ein durchgestrichenes Waschbecken bedeutet, dass das Kleidungsstück nicht gewaschen werden darf.
- Das Dreieck: Das Dreieck steht für das Bleichen. Ein leeres Dreieck bedeutet, dass das Kleidungsstück grundsätzlich gebleicht werden darf. Zwei diagonale Striche im Dreieck weisen darauf hin, dass ausschließlich eine Sauerstoffbleiche verwendet werden darf. Ein durchgestrichenes Dreieck bedeutet: Bleichen verboten.
- Das Quadrat mit Kreis: Das Quadrat mit Kreis steht für das Trocknen im Wäschetrockner. Ist das Symbol durchgestrichen, darf die Textilie nicht in den Trockner. Ein oder zwei Punkte geben die zulässige Temperaturstufe an: Ein Punkt steht für eine niedrige, zwei Punkte für eine normale bzw. höhere Temperatur.
- Das Bügeleisen: Das Bügeleisen zeigt an, ob und bei welcher Temperatur ein Kleidungsstück gebügelt werden darf. Ist das Symbol durchgestrichen, darf die Textilie nicht gebügelt werden.
- Der Kreis: Ein leerer Kreis zeigt an, dass das Kleidungsstück für eine professionelle Textilpflege geeignet ist. Ein durchgestrichener Kreis bedeutet, dass keine professionelle Textilpflege durchgeführt werden darf. Buchstaben im Kreis geben der professionellen Reinigung Hinweise darauf, welche Verfahren und Reinigungsmittel verwendet werden dürfen.
Die Punkte geben die maximale Temperaturstufe an:
- 1 Punkt: niedrige Temperatur – für besonders empfindliche Textilien wie z. B. Nylon oder Acryl
- 2 Punkte: mittlere Temperatur – für Textilien mit mittlerer Hitzebeständigkeit wie z. B. Seide oder Wolle
- 3 Punkte: hohe Temperatur – für hitzebeständige Textilien wie z. B. Leinen oder Baumwolle
Welche Temperatur für ein bestimmtes Material geeignet ist, sollte immer über die Waschsymbole des Pflegeetiketts geprüft werden.
Was sollte man über Waschprogramme, Temperaturen und Waschmittel wissen?
Der erste Waschgang ist wahrscheinlich der schwierigste. Doch Übung macht bekanntlich den Meister – und so stellt sich schon nach kurzer Zeit eine gewisse Routine ein. Bis dahin helfen einige grundlegende Tipps dabei, für jede Wäsche das passende Programm und die richtige Temperatur zu wählen.Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Koch- bzw. Weißwäsche, Buntwäsche sowie Feinwäsche und Wollwäsche.
Zur Koch- bzw. Weißwäsche gehören beispielsweise Bettwäsche, Schlafanzüge, Handtücher, Geschirrtücher, weiße Baumwollunterwäsche und weiße Socken.
Buntwäsche umfasst unempfindliche Kleidungsstücke wie T-Shirts, Blusen, Hosen oder Röcke in unterschiedlichen Farben.
Fein- und Wollwäsche ist für empfindlichere Textilien wie Wollpullover, Schals, Mützen, Strickkleider sowie Kleidungsstücke aus Seide oder anderen empfindlichen Materialien geeignet.
Welches Wachprogramm ist das richtige?
- Normalwaschgang bei 60 °C: robuste, weiße oder stark verschmutzte Textilien, sofern das Pflegeetikett diese Temperatur erlaubt
- Normalwaschgang bei 30–40 °C: Buntwäsche und normal verschmutzte, unempfindliche Kleidung
- Feinwaschgang bei 30 °C: empfindliche Textilien – die empfohlene Temperatur auf dem Pflegeetikett beachten
- Wollwaschgang: empfindliche Woll- und andere Textilien, die laut Pflegeetikett für diesen Waschgang geeignet sind
- Handwäsche: besonders empfindliche Textilien, die laut Pflegeetikett nicht für die Waschmaschine geeignet sind
Je nach Waschprogramm und Art der Wäsche sollte das passende Waschmittel gewählt werden. Hierbei kann nach persönlicher Vorliebe zwischen Pulver- und Flüssigwaschmittel sowie Pods entschieden werden. Meist wird für empfindliche Fasern ein spezielles Feinwaschmittel empfohlen – auch hier gilt: Vor der Wäsche stets die Pflegehinweise auf dem Etikett prüfen!
Wäsche sollte nach dem Waschgang möglichst zeitnah aus der Maschine genommen werden. Bleibt sie zu lange darin liegen, kann sie unangenehm riechen und stärker knittern.
Wie lassen sich Energie- und Wasserverbrauch reduzieren?
Wäschewaschen mit möglichst geringem Ressourcenverbrauch ist ein aktuelles Thema – trotzdem möchte man nicht auf Sauberkeit und Frische verzichten. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich beides gut miteinander verbinden:
- Waschmittel mit anerkannten Umweltsiegeln verwenden und unbedingt auf Weichspüler verzichten.
- Energiesparprogramme der Waschmaschine nutzen und idealerweise bei niedrigen Temperaturen waschen – dabei gilt: so niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig.
- Waschmaschine nur mit voller Ladung laufen lassen und die Waschmittelmenge an die Beladung und den Verschmutzungsgrad anpassen.
- Bei gutem Wetter die Wäsche an der frischen Luft trocknen lassen und weitestgehend auf den Trockner verzichten.
Welche Regeln sind beim Wäschewaschen zu beachten?
Vor dem Wäschewaschen lautet die wichtigste Regel: ein Blick auf das Pflegeetikett des Kleidungsstücks. Denn hier finden sich genaue Hinweise dazu, ob und wie die jeweilige Textilie gewaschen und gepflegt werden darf.
Wieso ist das Sortieren vor dem Wäschewaschen so wichtig?
Beim Sortieren vor dem Wäschewaschen lassen sich Kleidungsstücke nach Farben und Materialien gruppieren und voneinander trennen. Das ist wichtig, weil unterschiedliche Textilien auch unterschiedliche Anforderungen an die Pflege und den Waschvorgang haben.
Welche Symbole sollte man beim Wäschewaschen kennen?
Auf den Pflegeetiketten finden sich fünf verschiedene Symbole: Waschbecken, Dreieck, Quadrat mit Kreis, Bügeleisen und Kreis. Sie geben an, wie die jeweilige Textilie gewaschen, getrocknet, gebügelt oder professionell gepflegt werden darf.




















